Von der Handschrift zur gedruckten Ausgabe

Edition, Kommentierung und historische Einordnung einer deutschsprachigen Heiligenvita des 15. Jahrhunderts

 

Dr. Marco Brösch
Übung
Freitag: 8-10, Universität Trier, B 20

1467 verfasste ein unbekannter Dominikaner eine Vita des hl. Dominikus in deutscher Sprache, die weitgehend auf der lateinischen Vorlagen Dietrichs von Apolda beruht und nur in einer Handschrift der Cusanus-Bibliothek in Bernkastel-Kues (Cod. Cus. 109) überliefert ist. Neben einer vollständigen Transkription, der Kommentierung und historischen Einordnung des Textes sollen im Kurs auch die Grundlagen der Editionsphilologie vermittelt werden, die für die Herausgabe historischer Quellen benötigt werden.

 

Literatur:

  • Altaner, Bertthold: Der hl. Dominikus. Untersuchungen und Texte, Breslau 1922.
  • bein, Thomas: Textkritik: Eine Einführung in Grundlagen germanistisch-mediävistischer Editionswissenschaft, 2.  überarb. und erw. Aufl., Frankfurt, M. u.a. 2011.
  • Thumser, Matthias: Verfahrensweisen bei der Edition deutschsprachiger Geschichtsquellen (13.-16. Jh.). In: Geschichte der Editionsverfahren vom Altertum bis zur Gegenwart im Überblick: Ringvorlesung, hrsg. von Hans-Gert Roloff, Berlin 2003, S. 265–287.
  • Williams-Krapp, Werner: Kultpflege und literarische Überlieferung. Zur deutschen Hagiographie der Dominikaner in 14. und 15. Jahrhundert. In: Ist mir getroumet mîn leben? Vom Träumen und Anderssein. Festschrift für Karl-Ernst Geith zum 65. Geburtstag , hrsg. von A. Schnyder et al., Göppingen 1998, S. 147-173.
  • Ders.: ‚Dominikus‘, in: 2Verfasserlexikon 2 (1980), Sp. 186-188, hier Sp. 188.