Vom Anfang und Ende der Welt – Ausstellung im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues

Mit dem Bild von ‚Alpha und Omega‘, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabetes, wird in der Bibel Christus – und mit ihm Gottvater – als Anfang und Ende der Welt, als Schöpfer und kommender Weltenrichter bezeichnet, der am Beginn und am Endpunkt aller Zeiten steht. Diese Vorstellung war im gesamten Mittelalter so allgegenwärtig, dass sie die damaligen christlichen Theologen, Geschichtsschreiber, aber auch Künstler maßgeblich beeinflusste.

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung des Hospitals stehen daher Buchmalereien und Holzschnitte aus mittelalterlichen Bibeln, liturgischen Schriften und Weltchroniken, die sich auf den Anfang und das Ende der Welt, d.h. auf die biblische Schöpfungsgeschichte und auf die apokalyptischen Visionen aus der Offenbarung des Johannes beziehen. Die Bandbreite der ausgesuchten Werke reicht dabei vom 9. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, von der ‚Trierer Apokalypse‘ bis zur ‚Schedelschen Weltchronik‘ und Dürers Holzschnitten zur ‚Offenbarung des Johannes‘. Neben Handschriften und Drucken aus der Cusanus-Bibliothek werden dabei vor allem Faksimiles mittelalterlicher Prachthandschriften und herausragender Drucke aus der Privatbibliothek von Rektor Leo Hofmann vorgestellt.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung an der Theologischen Fakultät und der Universität Trier entstanden ist, ist bis zum 30. September 2019 jeweils von Montag bis Freitag von 09.00 – 12.00 Uhr im Gotischen Saal des St. Nikolaus-Hospitals zu sehen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Cusanus-Bibliothek wird gebeten.

 

Bild: Marco Brösch/© St. Nikolaus-Hospital