Im Zentrum einer Intellectual History des 15. Jahrhunderts steht für uns die konsequente Einbindung der Ideengeschichte und ihrer Akteure in historische Zusammenhänge.

Die Beschäftigung mit Nikolaus von Kues bietet für die Intellectual History einen außergewöhnlichen Ausgangspunkt. Aufgrund einer einmaligen Überlieferungssituation – wir verfügen über seine private Buchsammlung, seine Schriften, seine Predigten sowie über zahlreiche in den Acta Cusana (https://actacusana.de/) sukzessiv edierte Briefe, Verfügungen, Urkunden und Notizen – können wir nicht nur untersuchen, wie Nikolaus von Kues das Verhältnis von Nichtwissen, Wissen und Erkenntnis in philosophisch-theologischer Hinsicht reflektierte, sondern auch, wie er sich als Jurist, Kirchenpolitiker und Gelehrter Informationen aneignete. Das sich aus unterschiedlichen Projekten zusammensetzende Forschungsvorhaben des Cusanus-Instituts, die materiell vorhandene und die – aus den von ihm gelesenen Werken zu rekonstruierende – imaginäre Bibliothek des Nikolaus von Kues zu erschließen und wissenschaftlich auszuwerten, wird zu dieser Analyse einen wesentlichen Beitrag leisten.

In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Petra Schulte ist das Team des Cusanus-Instituts interessiert an theoretisch-methodischen Diskussionen und – über Nikolaus von Kues hinaus – offen für die Themenvielfalt der Intellectual History. Es arbeitet konsequent interdisziplinär und mit einem klaren Schwerpunkt auf dem 15. Jahrhundert.

Zu unseren Forschungsbereichen Bildung und Reform siehe: Flyer_Cusanus-Institut

Als ein mit diesen eng verzahntes Arbeitsfeld von Prof. Dr. Petra Schulte sei die politische und ökonomische Ethik in der Philosophie/Theologie, der Traktatliteratur, der Kunst und in Texten pragmatischer Schriftlichkeit  im europäischen Spätmittelalter genannt. Mehr Informationen zur Forschung am Lehrstuhl erhalten Sie hier: https://www.uni-trier.de/index.php?id=5086

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